Date: Thu, 3 Mar 2011 07:49:38 +0100
From: A.K. <andrej@andrejkoymasky.com>
Subject: Liegt was vor mit Namen Schicksal 02/10 (German - historical - Adult youth)

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LIEGT WAS VOR MIT NAMEN SCHICKSAL...
von Andrej Koymasky © 2011
am 5 Juni 1994 geschrieben
Deutsche Ÿbersetzung: Mario Mosa & Bernd Schneider

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USUAL DISCLAIMER

"LIEGT WAS VOR MIT NAMEN SCHICKSAL..." is a gay story, with some parts
containing graphic scenes of sex between males. So, if in your land,
religion, family, opinion and so on this is not good for you, it will be
better not to read this story. But if you really want, or because YOU
don't care, or because you think you really want to read it, please be
my welcomed guest.

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BAND 2 - RO - DIE LANGE REISE

Die kurze Nacht -
rund um das Schiff herum
rauschen die Wellen.

Ich kehrte nach Tokio zurueck und fuhr mit dem Zug nach Yokohama, wo ich
mich zur Einschiffung bereit machte. Bei dem Schiff, mit welchem wir
reisen sollten, handelte es sich um ein riesiges, schwarzes, eisernes
Dampfschiff, das unter englischer Flagge fuhr. Einmal eingeschifft, nach
Ordnung meines Reisegepaecks in der mir zugewiesenen Kabine, wurde ich
den Herren Iwakura, Kido und Okuba vorgestellt, die unsere Mission nach
Deutschland leiteten. Neben anderen hohen Regierungsbeamten mit ihren
Sekretaeren und Dolmetschern war auch unsere kleine Studentengruppe,
insgesamt waren wir ungefaehr fuenfzig Personen. Alle trugen wir
westliche Kleidung.

Die Schiffsbesatzung sprach fast ausschliesslich Englisch, aber unter
uns waren einige, die auch diese Sprache mehr oder weniger gut sprachen,
also gab es kein Problem, ausser bei mir und anderen wenigen, die
Englisch nicht als zweite Sprache gewaehlt hatten. Aber wir hatten kaum
besondere Kontakte mit den Matrosen und dann haette auf jeden Fall
irgendwer aus unserer Gruppe noetigenfalls die Dolmetscherrolle
uebernehmen koennen.

Einmal in Deutschland haetten wir nicht nur die Kultur, sondern auch den
wirtschaftlichen und militaerischen Fortschritt jener maechtigen Nation
studieren sollen. Deshalb wurden wir waehrend der Reise von einem
unserer Beamten gebuehrlich unterwiesen. Dabei handelte es sich nicht um
Spionage, sondern wir sollten die Augen offen halten und vor unserer
Rueckkehr in die Heimat soviel wie moeglich lernen.

Fuer mich bedeutete es, wirklich alles gruendlich zu lernen, von der
Arbeitsweise jenes grossen Schiffs, das weder Segel noch Ruder nutzte,
sondern nur die Dampfkraft. In der vielen Freizeit, die wir an Bord
hatten, fing ich an, das ganze Schiff ueberall zu erkunden und voller
Neugier herumzulaufen.

Nach wenigen Reisetagen wandte sich einer der Schiffsmatrosen auf
deutsch an mich: "Sprechen Sie wirklich Deutsch, mein Herr?" fragte er
mich.

"Bitte? Ja. Aber seid ihr nicht alle Englaender hier an Bord? Wieso
sprichst du Deutsch?" fragte ich ihn verwundert.

"Mein Vater ist Englaender, aber meine Mutter ist Deutsche, darum
spreche ich beide Sprachen. Obwohl es hier an Bord nicht oft geschieht,
Deutsch mit jemandem zu sprechen. Wuerde es Sie stoeren , wenn ich in
meinen freien Stunden mit Ihnen ein wenig spreche?" fragte er mich mit
fesselndem Laecheln.

Er war ein schoener Junge, mit solidem Koerper und offenem und
aufrichtigem Ausdruck. Er schaute mich mit hoffnungsvollem Laecheln an.

"Sicher, es wuerde mich freuen. Wie heisst du, Matrose?"

"Vielen Dank, mein Herr. Ich heisse Harris, Larry Harris, mein Herr.
Darf ich Sie nach Ihrem Namen fragen?"

"Ich heisse Shigehide Fujita."

"Herr Fujita! Ist es richtig, wenn ich Sie so anrede?"

"Ja, sicher. Und wie darf ich dich anreden?"

"Larry, einfach Larry."

Stueck fuer Stueck setzte sich Larry allmaehlich in meinen Gedanken
fest. Wir fingen an, uns oefter zu treffen und wir sprachen ziemlich
viel miteinander. Er liess mich das ganze Schiff besichtigen und
erklaerte mir sachverstaendig und geduldig seine Arbeitsweise und
Organisation und er erzaehlte mir von seinen Reisen und seinem
Matrosenleben. Seit zehn Jahren fuhr er zur See, seit er vierzehn Jahre
alt war. Jetzt war er vier Jahre aelter als ich, obwohl er viel viel
aelter wirkte. Wir waren fast gleichaltrig. Ich hoerte ihm immer
bezauberter zu und immer betoerter schaute ich ihn an. Sein Koerper
erinnerte mich mitunter an den von Saburo, obwohl Larry eine gute
Handbreit groesser war, mit weichem hellbraunem Haar und graugruenen
Augen mit eingestreuten goldenen Splittern, die seinen Blick besonders
schoen und leuchtend machten. Von seinen Bewegungen und seinem Koerper
strahlte eine Staerke und eine feine Empfindlichkeit aus, die mich
allmaehlich eroberten.

Ich hoffte immer oefter, ihn zu treffen, meine Zeit mit ihm zu
verbringen und fing an, davon zu traeumen, mit ihm Zeiten suesser
Intimitaet geniessen zu koennen. Aber auch wenn ich den Mut dazu
gefunden haette, ich haette auf keinen Fall gewusst, wie ich ihn danach
haette fragen koennen, oder wie ich ihn wenigstens mein Begehren
verstehen lassen koennte. Das ist nichts, was in der Schule gelehrt wird
und ich fragte mich, was man im Westen machte, um die Beduerfnisse eines
Anderen zu verstehen und ob auch er zufaellig Wuensche der gleichen Art
habe.

Seit mindestens zwei Jahren hatte ich mit keinem Mann zusammen gelegen
und das habe ich wirklich vermisst, und der Matrose Larry zog mich mehr
und mehr an. Ich begnuegte mich nur damit, im Traum seine Haende auf
meinem Leib zu fuehlen oder mit meinen Haenden ueber seinem Koerper
streifen zu koennen, insbesondere nachts, allein in meiner dunklen
Kabine liegend.

Wenn ich ihn traf waehrend seiner Arbeit, gab ich ihm ein Zeichen des
Grusses und von fern antwortete er mir mit einem Laecheln. Ich mochte
dieses Laecheln sehr - noch mehr, es erregte mich.

Immer mehr und mehr.

In meinen beiden vorherigen Erfahrungen mit einem Mann wurde der erste
Schritt immer von dem Anderen gemacht und daher, nicht nur wegen des
kulturellen Unterschieds, wusste ich wirklich nicht, wie ich mich zu
verhalten habe, obwohl meine Sehnsucht nach ihm immer staerker zunahm.
Ich sagte mir, es waere besser, mich in mein Schicksal ergeben und
aufzuhoeren, von ihm mit offenen Augen zu traeumen, weil es fuer mich
nichts gab, wie es mir schien, was ich noch tun koenne. Es lohnte sich
nicht darauf zu warten, dass sich noch etwas zutragen koenne. Ich sollte
besser nicht mehr daran denken, dass irgend eine Art Vertraulichkeit
zwischen uns beiden entstehen koennte.

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"Herr Fujita!"

Larry rief mich. Ich drehte mich um und schaute ihn an. Die Sonne
beleuchtete sein Haar, so dass um seinen Kopf etwas wie eine goldene
Aura strahlte - er war wunderschoen und er laechelte mir zu.

"Moegen Sie Bier, Herr Fujita?"

"Bier? Ich habe es noch nie probiert."

" ... anderen Alkohol?"

"Ja, Sake mag ich sehr."

"Ist es ein starker Likoer?"

"Hast du ihn nie getrunken?"

"Nein, noch nie".

"Ich habe etwas davon in meiner Kabine. Wenn du willst, kannst du etwas
davon probieren."

"Ja, wirklich? Danke. Also, wenn Sie es gestatten, werden wir uns heute
Abend treffen und ich bringe etwas Bier mit und Sie den Sake. Wir werden
zusammen ein wenig kosten. Was halten Sie davon?" fragte er mich mit
seinem ueblichen reizenden Laecheln, als er auf meine Antwort wartete.

"Sicher, gut. Wo wollen wir uns treffen?"

"Heute Abend habe ich erst ziemlich spaet frei. Wenn es Sie nicht
stoert, kann ich an Ihre Kabine klopfen."

"Sehr gut. Ich werde auf dich warten - und auf das Bier."

"Sie koennen auf mich zaehlen, Herr Fujita. Und bereiten Sie Ihren Sake
vor", verabschiedete er sich schnell, waehrend er sich mit wiegendem,
festem Seemannsgang entfernte.

Bisher hatte er nie an meine Kabinentuer geklopft, obwohl er wusste, wo
sie war. Gewoehnlich trafen wir uns auf dem Schiffsdeck. Aber vielleicht
wollte er mich nicht zu lange an Deck warten lassen, oder aber wollte er
nicht, dass seine Kameraden ihn mit mir zusammen trinken sahen. Immerhin
er war ein Matrose und ich ein Passagier, wenngleich nicht einer der
Wichtigen.

Vielleicht war es klug von ihm, in meine Kabine zu kommen. Wir wuerden
allein sein, er und ich, zum ersten Male nach den Tagen seit wir uns
kennengelernt hatten. Ich konnte nicht verhindern, mir etwas
vorzustellen ... Nein, es war nicht gut, solchen Gedanken zuzulassen,
sich mich meinen Kopf einzunisten. Er wollte in meine Kabine kommen, nur
um mit mir etwas zu trinken, eine Freundlichkeit, sicher, aber nichts
weiter. Ich sollte nicht den Fehler machen, meine Wuensche mit der
Wirklichkeit zu verwechseln. Er wollte einfach kommen, nur um mit mir zu
trinken, wiederholte ich mir selbst, einfach um zu trinken.

Nach dem Abendessen mit meinen Mitreisenden ging ich in meine Kabine
zurueck, auf Larry wartend. Ich wartete einigermassen ungeduldig auf ihn
und obwohl ich mir den ganzen Nachmittag wiederholt hatte, er wuerde nur
zum Trinken zu mir kommen, wartete ich jedoch mit einer gewissen
Beklemmung. Ich bereitete den Sake vor. Ich fragte mich, ob ich meine
westliche Kleidung gegen den Kimono tauschen solle, aber ich verzichtete
darauf. Die kleine Lampe, die sich der sanft rollenden Schiffsbewegung
angepasst hatte, erleuchtete den kleinen Raum mit ihrem warmen, manchmal
flackernden Licht. Das dumpfe abgeschwaechte Geraeusch der
Schiffsmotoren war der einzige Laut, der zu hoeren war. Meine Ohren
lauschten gespannt auf Schritte im Flur, die mir die Ankunft des
Matrosen melden wuerden.

Die Zeit schien unglaublich langsam zu vergehen. Damals besass ich noch
keine Uhr, daher war ich nicht in der Lage genau festzustellen, wie
spaet es war. Ich sass an dem kleinen Schreibtisch, auf dem einzigen
Stuhl in meiner Kabine. Ich stand auf und setzte mich auf den Rand
meiner Koje. Ich dachte, es sei besser, den Stuhl meinem Gast zu
reservieren. Ihn auf meinem Bett sitzen zu lassen, koennte vielleicht zu
intim aussehen. Nervoes stand ich wieder auf. Ich wusste nicht was ich
tun konnte, wie inzwischen die Zeit zu ueberbruecken sei. Ich nahm ein
Buch und fing an zu lesen. Ich weiss nicht mehr, was fuer ein Buch es
war, an dessen Inhalt erinnere ich mich nicht mehr und vielleicht konnte
ich mich auch nicht darauf konzentrieren, was ich las. Ich fuehlte mich
unglaublich angespannt.

Schliesslich kam er. Ich hoerte seine Schritte vor meiner Tuere halten,
dann das leichte aber entschiedene Klopfen. Ich machte ihm aufgeregt die
Tuer auf und er stand vor mir. Ich hatte nie wahrgenommen, wie gross er
war, er fuellte fast die gesamte Tuer aus. Tatsaechlich war die Tuer
klein, so wie auch meine Kabine. Er laechelte. Er hielt in seinen
Haenden drei grosse Flaschen Dunkelbier. Ich trat beiseite, um ihn
hereinzulassen und erwiderte sein Laecheln. Er kam herein und schloss
die Tuere hinter sich.

"Hier bin ich, Herr Fujita", sagte er einfach.

Ich zeigte auf den Stuhl, waehrend ich mich auf den Rand meiner Koje
setzte. "Nimm Platz."

Er setzte sich. Er blickte auf den Schreibtisch, wo ich zwei Glaeser und
die Flasche Sake vorbereitet hatte. Die drei Flaschen Bier stellte er
daneben und schaute mich an. Wie gewoehnlich trug er seine Uniform, aber
ich hatte den Eindruck, dass er sich umgezogen hatte - es roch nach
frischer Waesche.

"Wollen wir mit Ihrem Likoer anfangen, Herr Fujita?"

Wir fingen an zu trinken und zu uns zu unterhalten. Ich hatte den
Eindruck, dass seine Stimme heute Abend waermer und weicher sei.
Vielleicht da er leiser als er sonst sprach, vielleicht da wir allein
waren, vielleicht weil mich seine Naehe mehr als sonst anregte und
reizte.

Wir kamen zum Bier. Es war stark, ein bisschen bitter, aber angenehm.
Und bald zeigte der Alkohol seine Wirkung und ich begann, mich
entspannter zu fuehlen. Auch er schien sich ebenfalls wohl zu fuehlen.

"Als ich in Yokohama war, trugen fast alle Japaner einen Kimono. Ihr
dagegen zieht euch alle hier an Bord an wie wir, ich meine westlich.
Haben Sie einen Kimono, Herr Fujita?"

"Ja, sicher habe ich einen Kimono."

"Warum tragen Sie ihn dann nicht?"

"Ich wuerde ihn gerne anziehen, es ist bequem. Aber meine Vorgesetzten
erlauben es uns nicht."

"Ich moechte gerne sehen, wie Sie in einem Kimono aussehen. Warum ziehen
Sie ihn jetzt nicht an? Nur fuer mich. Gleichgueltig - Ihre Vorgesetzten
koennen Sie hier nicht sehen, nicht wahr?"

"Ich sollte mich vor dir ausziehen ..."

"Ja und? Sind wir nicht beide Maenner? Was ist das fuer ein Problem?"

"Ich ... ich schaeme mich, vor anderen mich auszuziehen."

"Was? Ich kann es nicht glauben. In den oeffentlichen Baedern seid ihr
Japaner alle ganz nackt, ohne das kleinste Problem. Wie koennen Sie sich
jetzt vor mir schaemen?"

"Im Bad ist es anders. Wuerdest du dich nicht schaemen?"

"Mich vor Ihnen auszuziehen?"

"Richtig."

"Auf keinen Fall. Wenn Sie mir jetzt sagen, dass ich mich auszuziehen
solle, wuerde ich das ganz problemlos machen. Selbstverstaendlich, ich
wuerde ich es machen, wenn Sie es mir nur sagen."

"Wenn ich es dir sage?"

"Ja, wenn Sie es mir sagen."

"Also ziehe dich aus", sagte ich ihm halb zum Scherz, halb als
Herausforderung.

Vielleicht waren wir beide etwas angetrunken. Aber er stand auf. Ganz
natuerlich zog er sich zuerst die Schuhe aus. Dann fing er an, seine
Kleidung nacheinander aufzuknoepfen, liess sie Stueck fuer Stueck von
seinem Koerper gleiten. Ohne Hast, aber auch ohne Zoegern, nicht einmal
als er zur Unterwaesche kam.

Ich beobachtete ihn ganz still und ruhig, bezaubert, erregt. Er schaute
mich an und laechelte ruhig, auch als er schliesslich ganz nackt war.

Sein Koerper war solide, stark und schlank. Und behaart. Spaeter habe
viele andere Europaeer gesehen, die viel behaarter als er waren,
jedenfalls war er behaarter als ein durchschnittlicher Japaner,
besonders an den Beinen, den Unterarmen und auf der Brust. Der feine,
helle Flaum wurde nur an der Schambehaarung unten dicht und dick. Fast
mechanisch, ohne Ueberlegung, erhob ich einen Arm und mit den
Fingerspitzen steifte ich ueber seine Brustbehaarung, die weich, seiden
und angenehm zu fuehlen war.

Er liess es geschehen und sagte dann er mir mit fast heiserer Stimme:
"Sie duerfen mich auch weiter unten beruehren ..., wenn Sie wollen."

Ich strich mit meiner Hand weiter nach unten zwischen die Beine und als
ich ihn beruehrte, fuehlte ich freudiges aufflammen in mir, ihn so
unverhofft zu spueren. Seltsamerweise fand ich das ueberhaupt nicht
peinlich.

Er sagte zu mir: "Jetzt bin ich ganz ausgezogen. Nun sind Sie dran, Herr
Fujita."

"Richtig", sagte ich und entkleidete ich mich ohne Zoegern. Ich bemerkte
seine wachsende Erregung, die mehr und mehr auffaellig war. Und als er
meinen Koerper leicht streichelte, durchzuckte es mich wohlig und ich
liess ihn ohne Problem gewaehren.

"Sie sehen juenger aus als Sie sind, aber sehr schoen. Sie gefallen mir,
Herr Fujita. Ich habe nie Liebe mit Japanern gemacht, doch mit
Afrikanern, mit Arabern, mit Indern ..."

"Maennern?" fragte ich fluesternd.

"Hauptsaechlich, und Sie, Herr Fujita?" fragte er mich laechelnd.

"Nur mit Maennern."

"Nie mit einer Frau?"

"Nein."

"Sie haben nicht viel versaeumt. Moechten Sie es hier mit mir machen?"
fragte er mich ganz einfach, mit einem Hoffnungsschimmer, der in seinen
hellen Augen aufblitzte, in denen die kleine zitternde Flamme der Lampe
goldene Reflexe spruehte.

Mit leichtem Kopfnicken fragte ich ihn: "Und du?"

"Ich? Seit ich Sie zum ersten Mal an Bord gesehen habe, ist es mein
Beduerfnis, glauben Sie mir. Ich fuehle mich zu Ihnen sehr stark
hingezogen."

"Ich haette es nie vermutet. Ich begehre dich auch."

"Also ..., dann ... " sagte er und zog mich an sich und fuehrte mich zu
meiner Koje.

Es war kein Traum - es war Tatsache, Wirklichkeit, Waerme -,
schliesslich lag er nackt und mir eng verbunden. Instinktiv gab ich mich
ihm und seiner Leidenschaft hin. Ich fuehlte mich leicht und gluecklich.
Nein, es war keine Alkoholwirkung. Es war die Erfuellung eines zu lange
zurueckgehaltenen Wunsches, das Vergnuegen, von einem Mann begehrt zu
werden, den ich mir seit vielen Tagen ertraeumte.

"Herr Fujita ..."

"Nenn' mich Shige, Larry, und rede mich mit Du an."

"Shige, du gefaellst mir sehr."

"Du gefaellst mir auch, Larry. Du bist ein schoener Mann."

"Ich moechte, dass diese Nacht unvergesslich bleibt."

"Nur diese Nacht?" fragte ich scherzhaft.

"Lass' uns heute Nacht beginnen. Was moechtest du gerne machen?"

"Liebe."

"Ja, sicher, aber was?"

"Ich kann es auf Deutsch nicht sagen. Unser Lehrer hat uns nie diesen
Wortschatz auf der Schule gelehrt."

"Nun, dann werde ich sie dich lehren. Das hier nennen wir 'Schwanz'."

Ich erroetete und er schaute mich erstaunt: "Warum wirst du rot?"

"Dieses Wort ..."

"Na und? Es ist auch nur ein Koerperteil, richtig? Wie die Nase oder die
Hand. Wenn du von der Nase oder der Hand sprichst, erroetest du doch
auch nicht, oder? Das ist deine Hand, das ist meine Nase, das ist dein
huebscher Schwanz, das sind meine Eier. Wiederhole!"

Ich wiederholte. Ich bin immer ein guter Schueler gewesen. Aber
natuerlich lehrte er mich nicht nur Worte. Jedenfalls war Larry ein sehr
guter Lehrer und mehr noch, ein sehr wundervoller Liebhaber, vielleicht
weil er in vielen Laendern mit verschiedenen Maennern waehrend seiner
Jahre als Seemann schon viele Erfahrungen gemacht hatte.

Er nahm mich und liess sich von mir nehmen in so unterschiedlichen
Stellungen, dass ich es mir niemals ertraeumt hatte, dass es moeglich
sei. Liebe zu machen war fuer ihn so etwas wie Kunst, und jedes Mal,
wenn er zu mir in meine Kabine kam, erreichte er es, mich zu einem
unglaublichen Hoehepunkt zu bringen. Ich war wie Wachs in seinen
Fingern, eifrig bemueht zu lernen, wie ich das groesste Vergnuengen
geniessen und geben koenne. Ich liebte jeden Augenblick, den er mit mir
in meiner Koje teilte.

Er erzaehlte mir, er habe Liebe zum ersten Mal mit dreizehn Jahren
gemacht, mit einem jungen Matrosen aus seinem Dorf. Da war er ein Jahr
juenger als ich war, als ich meine erste Erfahrung gemacht hatte. Es
gefiel ihm sehr und als der Matrose ihm erzaehlte, dass es auf einem
Schiff sehr einfach sei, Liebe mit einem anderen Mann zu machen,
beschloss er, ebenfalls Seemann zu werden.

Nach unserer ersten Nacht fing er an, mir von seinen vielen erotischen
Abenteuern zu erzaehlen. Ich fragte ihn, wie Maenner aus dem Westen sich
verstaendigten, mit wem sie es versuchen koennten, Liebe zu machen. Er
erklaerte es mir.

"Gewoehnlich sieht man es, wie ein Mann einen Anderen anschaut."

"Wirklich? Und wie?"

"Wie du es auch machst, mit besonderem Interesse, so als ob du durch
seine Kleider hindurchschauen koenntest."

"Habe ich dich auch so angesehen?"

"Ja ..., jedes Mal, wenn wir uns trafen."

"Aber warum hast du so lange gewartet, es mit mir zu versuchen?"

"Es waere an dir gewesen, den ersten Schritt zu machen."

"An mir? Weshalb? Ich bin juenger als du ..."

"Aber du bist wichtiger als ich. Ich bin nur ein Matrose an Bord ..."

"Du hast hat mir erzaehlt, dass fast alle Matrosen es machen ..."

"Ja, gewiss. Aber auch Soldaten, insbesondere die Juengeren. Oft machen
sie es fuer Geld. Aber ich glaube, es ist eine Entschuldigung vor sich
selbst. Meistens sagen sie, dass sie eigentlich keine Maenner liebten,
dass sie es nicht noetig haetten. Aber tatsaechlich glaube ich, sie tun
es, weil sie es gerne machen, sonst wuerden sie es auch nicht nur fuer
einen Kleingeldbetrag tun. Fuer einen normalen Mann, so denke ich, ist
es kein Problem, Liebe mit einem anderen Mann oder mit einer Frau zu
machen, wenngleich ich wirklich einen Mann vorziehe."

"Gefalle ich dir?"

"Ja, sicher."

"Weshalb?"

"Weil du gut aussiehst und auch weil du weisst, wie man Liebe macht."

"Oh nein, nicht so gut wie du. Du hast viel mehr Erfahrung. Du bist fuer
mich erst mein dritter Mann. Wie viele Maenner hast du in zehn Jahren
gehabt?"

"Wer kann sie zaehlen? Mindestens einen in jedem Hafen, und noch mehr."

"Wirst du mich am Ende dieser Reise vergessen? Werde ich also nur einer
der vielen sein, mit denen du es gemacht hast?" nicht wissend warum ich
fragte. Er laechelte nur, antwortete aber nicht.

Wer weiss ... vielleicht hat er mich vergessen, vielleicht aber auch
nicht, so wie ich ihn auch nicht vergessen habe.

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CONTINUES IN BAND 2

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(Sorry, I can't speak German... Andrej)

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