Date: Wed, 25 Jan 2017 23:46:40 +0100
From: Karl-Heinz Petersen <derkalleausde@gmx.de>
Subject: Nachtangeln (1)

Diese Story ist reine  Fiction. Weder Orte noch Peronen existieren wirklich.

derkalleausde@gmx.de


Nachtangeln
						- 1 -

Ich heisse Robert N. Berger, bin 22 Jahre alt, 185cm groß und 75kg
schwer. Schlank und eigentlich ganz gut gebaut. Kein Sportler, eher
bewegungsfaul. Meine blondgelockten Haare sind fast schulterlang. Ansonsten
bin ich nicht wirklich behaart, von wenigen blonden Scham- und Achselhaaren
abgesehen.

Durch einen Verkehrsunfall gabe ich vor einem Jahr meine Eltern verloren
und abgesehen von der Lebens- und Unfallversicherung die meine Eltern
abgeschlossen hattenwar das hintelassene Vermögen das ich erbte
beträchtlich. Ich habe zwar eine Banklehre erfolgreich abgeschlossen,
aber meine Interessen sind Reisen, Angeln und Programmieren. Die Villa, in
der ich wohne befindet sich auf einem parkähnlichen Grundstück etwas
außerhalb eines Dorfes in Norddeutschland. Das Grundstück ist etwa -
ich habs nicht vermessen - 5000 m2 und von einer 3m hohen Mauer
umgeben. Die Zufahrt ist durch ein elektrisch gesteuertes Eisentor
geschützt und mit Kameras überwacht. Hinter dem Haus ist unser 5 X
10m großer Pool.

Normalerweise liege ich im Schatten auf der Terrasse, ein kaltes Getränk
auf dem Tisch, lese oder spiele und wenns zu heiß wird schwimm ich paar
Runden, aber heute hatte ich mir etwas Anderes vorgenommen.



Es war ein ziemlich heißer Tag Ende Mai. Ich war mit meinem 6m Wohnmobil
zum 5km entfernten See gefahren, um zu Angeln. An der Westseite des Sees
ist ein Parkplatz, der nur wenige Meter vom Ufer entfernt ist. Mein
Lieblingsangelplatz.

Bei schlechterem Wetter oder wenn die Fische mal nicht so beissen,
beobachte ich meine Angeln vom WoMo aus, aber heute saß ich in meinem
Klappstuhl bei meinen Angeln. Ich war, was mir sehr gefiel, heute ganz
alleine hier. Ich warf einen Blick auf die Angeln und ging dann zum WoMo,
um mir einen Kaffee zu machen. Ich hatte gerade das Wasser aufgesetzt, als
ich Reifengeräusche hörte. Ich sah hinaus und einen Radfahrer
herankommen. "Shit", dachte ich, aber das war ja ein öffentlicher
Platz. Was solls also. Inzwischen kochte mein Kaffeewasser und ich
brühte meinen Kaffee auf. Ich goss mir einen Becher (mit viel Milch!)
ein und ging zurück zum Wasser. Das Erste was ich sah, war der rote
Lockenkopf eines am Boden knieenden Jungen, der gerade dabei war, ein
kleines Zelt aufzubauen. Keine 10 Meter von meinem Angelplatz entfernt. Er
nahm keine Notiz von mir und spannte die Schnüre mit ein paar
Heringen. Es war kein großes Zelt. Für 2 Mann grade ausreichend aber
für einen komfortabel.

Nachdem er seine Isomatte und den Schlafsack ins Zelt geworfen hatte,
schien er mich erst jetzt zu bemerken. Er winkte mir zu und machte dann
seine Angeln fertig. Ich schaute ihm zu und trank meinen Kaffee. Das Signal
meiner Bisskontrolle riss mich aus meinen Gedanken. Ich sah zu meinen
Angeln und sprang auf. Eine Rute bog sich zuckend. Das war was
größeres! Ich griff meinen Kescher und lief zu der Angel, nahm sie
aus der Halterung und schlug kurz an. Dem Widerstand nach zu Urteilen
musste das ein Barsch sein. Ich spulte die Schnur gegen heftigen Widerstand
auf und dirigierte den Fisch in Richtung meines Keschers.Es war ein Barsch,
und was für einer.

Ich wollte ihn grade vom Haken nehmen als ich hinter mir ein :"WOW"
hörte.



Als ich mich umdrehte wollte ich auch "WOW" sagen, dachte es aber nur.

Da stand der rothaarige Lockenkopf. Ein wenig blass, mit Sommersprossen auf
seiner Stupsnase. Blaue Augen und ein wenig anstehende Ohren. Nicht
grösser als 1,60 und schlank. Er trug ein weisses T-Shirt mit der
Aufschrift: "Ich bin kein Streichholz!!" und eine schlabberige Shorts bis
zum Knie.



Ich war hin und weg und brachte erstmal keinen Ton raus.

"Mann ist der groß! So einen großen hab ich noch nie gefangen". In
seiner Begeisterung klang ein bißchen Neid mit.

"Ich auch nicht", sagte ich während ich den Fisch vom Haken nahm und mit
einer Federwaage das Gewicht bestimmte.

"2.200g. Ein echtes Monster"

"Geil. Petri Heil. Vielleicht hab ich ja heute nacht Glück und fang paar
große Aale"

"Ach darum das Zelt?" fragte ich, "Du willst heute nacht hierbleiben?"

"Ja, soll wohl bischen regnen heute Nacht", erklärte er und ging zu
seinem Platz zurück.

"Na dann viel Glück, also Petri Heil." gab ich ihm mit auf den Weg.

Ich steckte den Barsch in den Setzkescher und warf die Angel erneut aus,
aber es tat sich nichts mehr, kein einziger Biss. Ich ging ins WoMo um mir
etwas zu Essen zu machen. Im Kühlschrank hatte ich Frikadellen und
Kartoffelsalat, so viel, da konnte ich den kleinen doch zum Essen
einladen. ich ging zum Ufer und winkte ihm.

"Hey, ich lad dich zum Essen ein, wenn du magst"

Er stand etwas unschlüssig da, dann rief er: "Ok. ich komme"

Ich stellte schon mal 2 Teller auf den Tisch, Messer und Gabel und
natürlich Senf und Ketchup. Es klopfte an der Tür.

"Komm rein", rief ich.

Zögernd trat er ein.

"Setz dich doch. Was zu trinken? Cola, Limo oder Saft? Du kannst auch einen
Tee haben"

"Cola ist OK". Er setzte sich an den Tisch sah sich um.

"Geiles Teil. Hat bestimmt voll die Kohle gekostet".

"Ja bestimmt", sagte ich, "aber ich hab keine Ahnung wieviel. Ist ja auch
nicht wichtig"

Ich machte das Radio an.

"Ich will nur mal Nachrichten und Wetterbericht hören wegen heute Nacht"

"Soll Regen geben", sagte er.

In dem Moment hörten wir den Nachrichtensprecher: "Im Anschluß an die
Nachrichten hören Sie eine Unwetterwarnung für Norddeutschland".

"Na?" sagte ich, "Wirklich nur bischen Regen? Aber warten wirs ab"

Ich schob ihm die Schüssel mit dem Salat und den Teller mit den
Frikadellen hin.

"Lang zu, ist genügend da"

Ich stellte 2 Gläser hin und nahm die Colaflasche aus dem
Kühlschrank.

"Eis und Zitrone hab ich vergessen, sorry", sagte ich und goss die Cola
ein.

"Brauch ich nicht. Ist bestimmt kalt genug"

"Und jetzt die Unwetterwarnung", kam die Stimme des Sprechers, "Für
Norddeutschland wird Starkregen mit bis zu 20L pro m2 erwartet. Regional
können Sturmboeenauftreten"

"Hört sich gar nicht gut an. Du solltest besser nach Hause fahren"

"Nö, hab schon öfter im Regen gezeltet. Kein Problem"

"Na, gut" , sagte ich, "Musst du wissen"

"Übrigens: Ich bin Robert"

"Und ich heiss Florian"

"Und deine Eltern lassen dich ganz allein über Nacht angeln? Du bist
doch nicht älter als 13"

Florian grinste "Doch, ich bin schon 14. Ich angel oft nachts. Da finden
die nichts dabei"

"Also eins weiß ich" grinste ich zurück,"das ist mutig. Hätte ich
mich nie getraut und meine Eltern hätten das auch nie erlaubt"

Er zuckte die Schultern.

"Danke fürs Essen. Ich will mal sehn was meine Angeln machen"

"Ich komm mit. Muss mal sehn ob nicht noch so ein Trumm anbeißt"

Wir gingen zum See runter. Es wurde schon dunkel und es zogen auch schon
ein paar bedrohlich dunkle Wolken auf. Ich holte die Angeln ein.

"Also ich an deiner Stelle würde wirklich nach Hause fahren. Woher
kommst du denn?"

Er sagte den Namen des Dorfes.

"Hey", sagte ich, "da komm ich auch her"

"Ich weiß. Ich hab dich schon paarmal gesehen. Du wohnst in dem Haus im
Park mit der Mauer drumrum. Wir wohnen in dem weißen Haus am Dorfende"

"Dann sind wir ja sozusagen Nachbarn. Also komm, ich fahr dich nach Hause"
bot ich ihm an. "Das Rad kommt aufs Paulchen. Das ist kein Problem"

Er schüttelte seinen roten Lockenkopf: "Nö das ist schon OK so"

"Wie du willst, dann wünsch ich dir einen guten Fang."

In dem Augenblick bekam ich den ersten Tropfen ab.

"Ich glaub es wird ungemütlich. Dann bis morgen. Ich lad dich zum
Frühstück ein"

"Geil. Danke. Gute Nacht"

Ich ging zurück zum WoMo. Der Himmel bezog sich immer mehr. In der Ferne
hörte man Donner grollen. Es hatte sich abgekühlt und es wurde
ungemütlich. Und jetzt vielleicht noch Gewitter. Ich hätte darauf
bestehen sollen, ihn nach Hause zu bringen. Mich fröstelte und ich
beschloss schlafen zu gehen. Der Tisch ließ sich auf Sitzbaknkhöhe
herunterklappen und mit den Rückenlehnen der Sitzbänke darauf

wurde ein gräumiges Bett daraus. Ich legte ein Laken darauf und eine
kuschelige, dicke Vliesdecke. Ich machte das Licht aus und war auch bald
eingeschlafen.



Ich weiß nicht, wie lange ich schon geschlafen hatte, als ich
plötzlich wach wurde. Der Regen prasselte laut auf das Dach und das WoMo
wackelte vom Sturm.

Wie es wohl Florian erging in seinem kleinen Zelt. In dem Moment klopfte es
heftig an die Tür.

"BITTE AUFMACHEN!!! HALLO!!!". Das war Florian!

Ich schnappte mir meine Unterhose - ich schlaf immer nackt - und
entriegelte die Tür. Vor mir stand ein klatschnasser weinender Florian.

Ich packte seinen Arm.

"Schnell, komm rein. Was ist passiert?"

Ich zog ihn mehr als dass er ging.

"Das Zelt ist einfach zerrissen und weggeflogen" , schluchzte er.

"Mann bist du nass, warte". Ich holte ein grosses Saunatuch und legte es
auf den Boden.

"Stell dich hier drauf, sonst schwimmen wir weg" sagte ich und schob ihn
aufs Saunatuch.

"Zieh die nassen Klamotten aus, du holst dir ja die Pest".

Während er mühsam das nasse Zeug auszog holte ich noch ein grosses
Badetuch und ein T-Shirt.

Florian hatte inzwischen fast alles ausgezogen nur bei der Unterhose
zögerte er.

"Hey, ich kuck nicht hin", sagte ich, "hier ist ein Handtuch und ein
T-Shirt. Ist viel zu groß aber besser als nichts"

Er drehte mir den Rücken zu und zeigte mir seinen süssen Po, der in
den scheiss Schlabbershorts nicht zu erkennen gewesen war, trocknete sich
ab und zog das T-Shirt über. Es reichte bis über seine Knie und sah
einfach süss und sexy aus.

"Cool", sagte ich, "Steht dir". Ich nahm die nassen Sachen und warf sie in
die Dusche.

"Da kümmern wir uns morgen drum"

In dem Moment rüttelte ein heftige Boe das WoMo durch. Florian sah mich
verängstigt an.

"Keine Angst", beruhigte ich ihn, "Hier sind wir sicher. Komm setz
dich. Ich rubbel deine Haare trocken"

Florian setzte sich auf die Bettkante.

Ich nahm ein trockenes Handtuch und rubbelte seine Locken. Da bemerkte ich,
dass er zitterte.

"Keine Angst. Hier passiert uns nichts"

"Hab keine Angst, ich frier nur so", sagte er leise.

"Also, da gibts ein kleines Problem. Ich hab nur Bettzeug für einen. Wir
müssen zusammen unter eine Decke"

"Ist mir ganz egal, Hauptsache warm"

Ich schob ihn zum Bett und hob die Decke an.

"Dann rein! Ich komm gleich"

Florian kroch unter die Decke und rollte sich ein. Ich holte noch ein
Kissen und kroch zu ihm unter die Decke.

"Mein Gott, du bist ja der reinste Eisklumpen. Komm näher, ich wärm
dich."

Ich zog ihn zu mir und er kuschelte seinen Po an meinen Bauch. Ich legte
meinen Arm um ihn und zog ihn an mich. Ein unbeschreiblich schönes
Gefühl den Jungen im Arm zu haben. Am liebsten hätte ich ihn
geküsst.

"So, versuch zu schlafen. Morgen sehen wir weiter"

"Ja, gute Nacht und Danke!"

Der Regen prasselte aufs Dach und der Sturm rüttelte am WoMo. Irgendwann
schlief ich ein.


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